Rechtsfragen? Rufen Sie an!

0234 - 952 998 730

Wissenswertes rund um das Arbeitszeugnis

Mit einem Arbeitszeugnis verbessern Sie Ihre Chance auf dem Arbeitsmarkt. Bei jeder Bewerbung dient das Dokument dem maßgeblichen Nachweis für Ihre Eignung als Bewerber. Der Arbeitgeber dokumentiert nämlich nicht nur Art und Dauer des Beschäftigungsverhältnisses, sondern auch Ihre bisher erbrachten Leistungen.

Auch für den Personalentscheider wiegt die Beurteilung des Arbeitnehmers bzw. Jobbewerbers schwer. Zudem sind es die gewählten Formulierungen, die über eine Einladung, Einstellung und das zukünftige Fortkommen entscheiden.

Während ein bereits bestehendes Arbeitszeugnis auf der einen Seite Tür und Tor öffnen kann, muss es auf der anderen Seite bestimmte Erfordernisse erfüllen, auf die jeder Arbeitnehmer einen Anspruch hat. Sind rechtliche Vorgaben nicht erfüllt, ist es dem Arbeitnehmer sogar möglich, die Bewertung der Leistung entweder einzuklagen oder nachteilige Formulierungen ändern zu lassen.

Ich, Rechtsanwalt für Arbeitsrecht Matthias Baring, kläre Sie über die wichtigsten Fragen auf.

Sie benötigen Hilfe bei der Erstellung eines Arbeitszeugnisses? Rufen Sie mich an!

Telefon: 0234 - 952 998 730

Auf was sollte der Personaler besonders achten?

Der Ersteller eines Arbeitszeugnisses sollte die formalen Kriterien nicht unterschätzen. Dazu gehören die richtigen Anschriften und Unterschriften. Darüber hinaus sollte dieses auf Firmenpapier gedruckt sein.

Die in dem Zeugnis beurteilten Fähigkeiten gleichen denen, die in der Stellenanzeige beschrieben sind. Das Zeugnis dient als Bestätigung der gesuchten Kompetenzen.

Die in dem Zeugnis genannten Daten und Angaben müssen sich mit denen im Lebenslauf decken. Der Personaler macht immer auch einen Abgleich der beiden Dokumente.

Entscheidend ist, was nicht ausdrücklich in dem offiziellen Dokument steht: die aus dem sprachlich umgesetzten Code zu entschlüsselnde Einschätzung des vorherigen Arbeitgebers über den Arbeitnehmer. Dies kann nur dann geschehen, wenn es sich um ein qualifiziertes Zeugnis handelt. Als Personaler müssen Sie daher zwischen den Zeilen lesen können.

In der Regel liegt bei einer Bewerbung mehr als nur ein Zeugnis vor. Der Vergleich der schriftlich dokumentierten Beurteilungen lässt eine Entwicklungskurve des Bewerbers erkennen, die zu seinen Gunsten oder Ungunsten ausfallen kann. Bestenfalls drücken die Beurteilungen eine Leistungssteigerung aus.

Achten Sie auf die Anzeichen eines Gefälligkeitszeugnisses. Der geübte Blick erkennt übertriebenes Schwadronieren, das sich in Superlativen erschöpft. Der Inhalt ist unglaubwürdig und verzerrt das Bild der tatsächlich erbrachten Leistungen des Bewerbers.

Was darf der Angestellte in Hinsicht auf seine Mitarbeiterbeurteilung verlangen?

Als Angestellter dürfen Sie darauf bestehen, dass Ihr Arbeitszeugnis auf ein sauberes Firmenpapier gedruckt wird.

Sie haben auch einen Anspruch auf Individualität. Erkennen Sie, dass es abgeschrieben zu sein scheint, dürfen Sie eine neue Erstellung verlangen.

Alle Angaben zur Person müssen in dem Arbeitszeugnis korrekt sein. Dazu gehören Tätigkeitszeitraum, Art und Dauer, die Auflistung aller Tätigkeiten und eine eventuell faktisch nachprüfbare Steigerung der Leistung des Beurteilten.

Endet das bisherige Beschäftigungsverhältnis aufgrund einer Kündigung seitens des Arbeitgebers, darf der Kündigungsgrund nur dann in dem Dokument genannt werden, wenn Sie ausdrücklich zugestimmt haben. Die Nennung des Kündigungsgrundes wirkt sich normalerweise nicht gut auf eine Bewerbung aus.

Die schriftliche Bewertung muss handschriftlich unterschrieben sein.

Lassen Sie sich in meiner Kanzlei zum Thema Arbeitszeugnis beraten!

Telefon: 0234 - 952 998 730

Welche Informationen sind in der Zeugnissprache verboten?

Um Diskriminierungen zu verhindern, verbietet das Allgemeine Gleichstellungsgesetz (AGG) die Preisgabe bestimmter Informationen. Demnach darf es keine diskreten Hinweise auf Religionszugehörigkeit, Partei, Herkunft oder eine eventuelle Zugehörigkeit zum Betriebsrat geben.

Auch darf ohne ausdrückliche Zustimmung des Angestellten der Grund der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht erwähnt werden (z. B. bei einer Kündigung).

Wie verstehen Sie die Zeugnissprache richtig?

Die tatsächliche Benotung der verklausulierten Zeugnissprache für die drei ersten Noten sieht folgendermaßen aus:

  • „stets zu unserer vollsten/höchsten Zufriedenheit“ – sehr gut
  • „stets zur vollen Zufriedenheit“ – gut
  • „stets zur Zufriedenheit“ – befriedigend

Sollten Sie noch Klärungsbedarf haben, zögern Sie nicht, mich noch heute zu kontaktieren. Gerne helfe ich Ihnen weiter!

Auf dieser Webseite werden verschiedene Cookies eingesetzt. Der Einsatz von Tracking-Cookies zur Analyse der Nutzung unserer Webseite erfordert deine Zustimmung. Ohne diese Zustimmung können gleichwohl Cookies eingesetzt werden, die für die Funktionalität der Webseite notwendig sind. Weitere Informationen zu Cookies findest du hier.