Rechtsfragen? Rufen Sie an!

0234 - 952 998 730

Fragen und Anworten zum Thema Brückenteilzeit

Was ist die Brückenteilzeit?

Bei der Brückenteilzeit nach § 9 a TzBfG handelt es sich um die befristete Verringerung der Arbeitszeit von mindestens einem bis maximal fünf Jahren. Danach steht Ihnen das Recht zu in die vorherige Arbeitszeit zurück zu kehren. Entgegen den befristeten Teilzeitansprüchen des BEEG, PflegeZG oder des FPfZG, ist ihr Motivation keine Voraussetzung. Außerdem steht Ihnen frei, wie viele Stunden sie reduzieren möchten. Damit sie die Auswirkungen auf Ihre Bezahlung besser kalkulieren können, stellt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales online einen Teilzeitrechner bereit.

Welche Voraussetzungen gibt es?

  • Ihr Arbeitsverhältnis muss länger als sechs Monate bestehen.
  • Ihr Arbeitgeber muss in der Regel mehr als 45 Arbeitnehmer beschäftigen. Dabei gilt die pro Kopfanzahl des Beschäftigungsunternehmens; Auszubildende bleiben außen vor.
  • Sie müssen einen schriftlichen Antrag auf Teilzeit bei Ihrem Arbeitgeber stellen und in diesem muss deutlich werden, dass Sie die Form der Brückenteilzeit wählen.
  • Ihr Antrag muss mindestens drei Monate vor Beginn der Verringerung eingereicht werden.
  • Ihrem Teilzeitwunsch dürften keine betrieblichen Gründe entgegenstehen. Ein solcher liegt insbesondere vor, wenn die Verringerung der Arbeitszeit die Organisation, den Arbeitsablauf oder die Sicherheit im Betrieb wesentlich beeinträchtigt oder unverhältnismäßige Kosten verursacht. Dies muss ihr Arbeitgeber zunächst darlegen und beweisen.
  • Außerdem kann Ihr Arbeitgeber einwenden, dass bereits eine bestimmte Zahl von Beschäftigten in Teilzeit arbeitet. So kommen, bei mehr als 45 und weniger als 201 Arbeitnehmer, pro 15 Mitarbeiter ein Arbeitnehmer mit Verringerungsanspruch, wobei die ersten 45 Beschäftigten mitzählen.

Was geschieht, wenn mein Antrag abgelehnt wurde?

Wird ihr Antrag auf Brückenteilzeit rechtmäßiger Weise abgelehnt, so setzt dies eine Sperrfrist in Gang. Hierbei ist zu differenzieren. Erging die Ablehnung wegen entgegenstehender betrieblicher Gründe, greift die allgemeine zweijährige Sperrfrist. Bezieht sich ihr Arbeitgeber hingegen auf die schon ausgekostete Anzahl an Teilzeitbeschäftigten im Betrieb, so sind sie lediglich ein Jahr gehindert einen erfolgreiche Teilzeitvereinbarung zu erwirken.
Für alle Fragen rund um die Brückenteilzeit steht Ihnen Herr Rechtsanwalt Matthias Baring LL.M. gern zur Verfügung.

Kompetente rechtliche Beratung in Bochum – kontaktieren Sie mich!

Telefon:  0234 - 952 998 730

Mein Service für Sie:

Seit vielen Jahren beschäftigt sich die Anwaltskanzlei Matthias Baring LL.M. mit den Bereichen des Wirtschaftsrechts, Strafrechts, Schwerbehindertenrechts, Zivilrechts und Arbeitsrechts sowie mit dem Thema Vertragsgestaltung. Die Kanzlei in Bochum berät schwerpunktmäßig sowohl Arbeitgeber und Arbeitnehmer als auch Führungskräfte und Betriebsräte in sämtlichen Angelegenheiten des individuellen sowie kollektiven Arbeitsrechts. Um den laufenden Wandlungen des Arbeitsrechts gerecht zu werden, sind Mandanten bei Anwalt Matthias Baring LL.M. gut aufgehoben. Er kennt die aktuellen Rechtsprechungen und kann durch eine vorherige Beratung kostenträchtige Fehler vermeiden. Von Wiemelhausen, Stiepel, Weitmar, Querenburg über Wattenscheid, Eppendorf, Altenbochum bis nach Bochum-Ost und Bochum-Nord sowie darüber hinaus werden Mandanten individuell und kompetent beraten.